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Wie Populist*innen arbeiten…

Wenn Politiker*innen als Populist*innen gehäuft in den Medien als Populist*innen bezeichnet werden, sollte man sich vielleicht mit diesem Thema auseinandersetzen.  Gesagt, getan. In einem Vortrag und Workshop, der wie immer sehr interaktiv gehalten wurde, ging es in einem ersten Block darum, die Begriffe „Populismus“ und „Demagogie“ zu unterscheiden. Thierry Elsen, Sprachwissenschaftler und langjähriger Trainer, wies darauf hin, dass der Begriff „Populismus“ fast schon eine Art Modebegriff wäre unter dem auch der Bereich der „Demagogie“ mitgemeint werden würde. Es lohne sich allerdings beide Begriffe zu unterscheiden und korrekt zu verwenden.

 

In einem zweiten Block wurden einige demagogische und populistische Techniken vorgestellt und diskutiert. Allerdings ging es dem Vortragenden auch sehr darum, die Mechanismen der politischen Kommunikation zu skizzieren. Dies ging vom „Botschaftendreieck“ bis hin zur gern genutzten Ausrede bei Wahlverlusten, dass Parteien nicht genügend kommuniziert hätten.

Techniken in den Parteien, am Stammtisch, aber auch in Unternehmen

In der Folge wurde einerseits allgemeine Techniken vorgestellt, die teilweise auf den Ausführungen von Walter Ötsch basierten, andererseits aber auch auf Thomas Hofer uam. zurückgreifen. Stellvertretend sei nur der Topos der „welfare queen“ erwähnt, die wir, in Zeiten wie diesen, in der Variante „Flüchtling mit teurem I-Phone“ erleben.

Aber auch das Ablenken von wichtigen politischen Entscheidungen, die weitreichende Teile der Bevölkerung betreffen (12-Stunden-Tag, AMS)  durch Themen, die nur eine Gruppe betreffen, jedoch relativ stark emotionalisierbar sind (Rauchverbot, Tempo 140), wurde anhand der aktuellen Diskussionen in der österreichischen Innenpolitik beschrieben.

Zum Schluss wurden Techniken für den Stammtisch präsentiert, die es auch relativ ungeschulten Leuten erlauben, mit gut geschulten Demagog*innen am Stammtisch klarzukommen.

Ein Wort in eigener Sache

Die Workshops und kult.touren, die im read!!ing room abgehalten werden,  setzten die Vortragenden mit viel Know How, Wissen und Liebe zum Detail um. Egal, ob es sich dabei um unseren Demagogenworkshop oder um Workshops zum Thema Copyright etc. handelt. Die Vortragenden stecken viel Zeit und Muße in die Erarbeitung der Themen. Dies ist ein Grund, warum wir um Anmeldungen bitten. Wenn dann 3/4 der Angemeldeten nicht erscheinen ist dies schade für alle.

Veröffentlicht in read!!ing room Organisatorisch Veranstaltungen

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