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„einfach zu schwach um den Kugelschreiber zu halten…“

Mit „Lachperlen 9“ brachte „Loser Kulturverein“ sein bisher fulminantestes Programm

Bereits zum vierten Mal traten Renate Woltron und Manuel Girisch als „Loser Kulturverein“ im read!!ing room auf. Mit „Lachperlen 9“ brachten die beiden Autor*innen und Schauspieler*innen ein neues Programm, das jedoch einige gute alte Bekannte mit im Gepäck hatte. Und es ging gleich gut los. „Hund und Katze“ sind ein Dauerbrenner in den Programmen. Die Dialoge sind meist eine wienerische Variante von Garfield und Odie – mit anderen Worten: Ein Einstand nach Maß.

Achtung Spoileralarm

Dass der Datenschutz ja nicht immer so ernst genommen wird, war Thema der zweiten Nummer. Ein Herr rief auf der Station eines Krankenhauses an, um sich nach dem Gesundheitszustand eines gewissen Herrn Obermaier zu erkundigen. Das Personal erwies sich als äußerst redselig. Sehr zur Freude des Anrufers und zum Gaudium des Publikums.

Spätestens die zweite „Nummer“ des Abends war der Initialfunke für ein Feuerwerk;  oder wie Stermann & Grissemann es so gerne sagen: „Gags, Gags, Gags“. Und noch besser: Girisch und Woltron kamen ganz ohne „Gag-Zurück-Garantie“ aus.

Die beiden Autor*innen versteifen sich jedoch nicht nur auf das Abspielen von Gags. Auch Wissenswertes wurde präsentiert: Bezüge zur Zahl 9 und zu Wien-Margareten durften daher nicht fehlen.

Je bekannter das Thema, umso größer die Lacher

Das Material, das „Loser Kulturverein“ bearbeitete, ist allgemein bekannt und fast schon mehr oder weniger mit dem was man als Alltag bezeichnet, verbunden: Arztbesuche, Szenen einer Ehe, Monologe und Dialoge im Wirtshaus oder in der Bar, Reisevorbereitungen: Woltron und Girisch wählen Themen mit großer Anschlussfähigkeit, verzichten weitgehend auf tagesaktuelle oder tagespolitische Bezüge (höchstens als Kommentar aus dem Off) und bauen Ihre Dialoge im besten Sinne einer Doppelconférence nach den jeweiligen Stärken der handelnden Personen auf.

Lachperlen 9 – Eine Steigerung von Nummer zur Nummer

Dabei schafften es Woltron und Girisch sich von Nummer zu Nummer zu steigern, was sich unweigerlich an den Publikumsreaktionen ablesen (oder hören) ließ. Schmunzler wurden zu leichten Lachern, Lacher wurde zu Prusten…

„Lachperlen 9“ von Renate Woltron und Manuel Girisch sind absolut eine Empfehlung. Wer die beiden von einer anderen Seite entdecken will, dem oder der sei der aktuelle Film „Strawberry Moments“ ans Herz gelegt.


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