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Neue kult.tour im Programm: 100 Jahre Gemeindebau

Der Termin war nicht ganz zufällig gewählt. Der read!!ing room setzte seine neue Tour mit dem Titel „100 Jahre Gemeindebau“ am letzten Sonntag vor dem „Tag der Arbeit“ an. In gewohnter Manier führte der Spaziergang vom Treffpunkt in der Anzengrubergasse weg. Zunächst in Richtung Blechturmgasse. Die erste Station zeigte einen unspektakulären Gemeindebau aus dem Jahr 1949/1959. Der Architekt des noch nicht sanierten Baus ist umso bekannter: Josef Hofmann, Mastermind der Wiener Werkstätte und Mitglied der Werkbundsiedlung baute in seinen letzten Lebensjahren im Auftrag der Stadt Wien – just in jener Gasse in der die große Tochter des Bezirks, Margarete Schütte-Lihotzky aufwuchs.

Ensemble rund um den Klieberpark

Weiter ging die Tour über die Hauslabgasse bis zum Klieberpark. Hier kommt es zu einer bemerkenswerten Dichte an Gemeindebauten – zumeist in jüngster Vergangenheit adrett generalsaniert. Was die Bauten rund um den Klieberpark nicht verraten: Sie sind gebaute Ideologie und Geschichte.

Nach einer kleinen Reise mit der Ustrab können die Besucher*innen einen Blick auf das 1. Wiener Gemeindebauhochhaus in der Körner-Hof-Anlage werfen, die zu den größeren Wohnhausanlagen Wiens zählt.

Vom Körner-Hof geht es zur „Ringstraße des Proletariats“ mit den historisch wichtigen Bauten von Hubert Gessner: Metzleinstaler Hof und  Reumannhof. Hubert Gessner legte hier den Stil für viele Volkswohnpaläste in Wien exemplarisch fest.

Die Tour umfasst nur einige wenige Bauten, die in der Zeit zwischen 1919 und 1957 gebaut wurden. Während der kult.toir  wird nicht nur die Notwendigkeit sozialen Wohnens, sondern auch die Zäsur, die der zweite Weltkrieg hinterließ, deutlich.

„100 Jahre Gemeindebau“ ist eine weitere Kult.tour im umfangreichen Programm des read!!ing room und Teil des Jahresschwerpunktes rund um den sozialen Wohnungsbau der Stadt Wien.

Weitere Veranstaltungen zum „Gemeindebau“

Am 17. Mai findet die Lesung „Wiener Wohnen anders“ im read!!ing room statt. All jene, die bei der ersten Tour nicht dabei sein konnten, haben die Möglichkeit dies am 26. Mai 2018 nachzuholen.

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