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Jüdisches Margareten – eine kult.tour

Ausgerechnet die berühmt-berüchtigte kleinformatige Zeitung, die schon mit ihrem Namen daran erinnert, dass Österreich eine Monarchie war, hatte unsere Kult.tour angekündigt. Das kommt hin und wieder vor, bleibt jedoch meist ohne Folgen. Gestern folgten dem Hinweis sehr viele Besucher*innen. Insgesamt 14 Menschen besuchten unsere kult.tour durch das „Jüdische Margareten“.

Eine Herausforderung

Eine Tour über ein jüdisches Margareten folgt zwei großen Themenkomplexen: (1) Das Sichtbarmachen der jüdischen Kultur, denn bis auf die Gedenktafel bei der ehemaligen Synagoge in der Siebenbrunnengasse 1a und bis auf vereinzelte Stolpersteine gibt es in Margareten kaum sichtbare Hinweise auf das Judentum.  (2) Eine Tour, die sich dem jüdischen Margareten widmet, ist auch immer eine Tour über die Shoa oder den Holocaust. Dies macht die Tour zu einer Herausforderung. Besonders in Zeiten, in denen wieder von der Konzentrierung von Menschen gesprochen wird und diverse Liederbücher mit einschlägigen Texten die Runde machen sollen, ist eine derartige Tour eine absolute Pflicht – zumindest für den read!!ing room als Veranstaltungsraum mit dem Schwerpunkt Alltagskultur.

Die Tour begann in der Hauslabgasse und führte über die Siebenbrunnengasse, weiter über die Castelligasse hinunter zur Schönbrunner Straße und endete in der Wehrgasse. Im Zentrum stand die Geschichte und vor allem auch die vielen Anekdoten, die es zu erzählen gibt und die im Kleinen oft die große Geschichte erzählen. Nach circa 1,5 Stunden nahm die Reise in die teilweise sehr dunkle Vergangenheit des Bezirkes ihr Ende.

Mehrere Kult.touren

Der read!!ing room bietet eine Reihe an kult.touren an. Wir sind der oral history verpflichtet und versuchen die Geschichte des Bezirkes so lebendig es geht zu vermitteln. Dies bereits seit mehr als 10 Jahren.

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