It’s a read!!ing room Birthday Party . 15 Jahre read!!ing room

Es begann im Jahr 2002. Ein vollgeräumtes Souterrain stand schon einige Zeit lang leer. Man nahm es zunächst zur Kenntnis, ging öfters vorbei, schaute gelegentlich durch die schmutzigen Scheiben ins Innere. Irgendwann fiel die Entscheidung. „Ja, wir mieten das Ding…“  Nach einigen wenigen Handgriffen wurde der read!!ing room eröffnet. Zunächst als Provisorium – doch wie das in Wien so bei Provisorien gerne der Fall ist –  sind diese meist von Dauer und das ist auch gut so.

Fünfzehn Jahre nach einem memorablem Eröffnungsabend an dem Halloween, Weltspartag und read!ingroom-Baustellenfest auf einmal begangen wurden,  ist das Provisorische geblieben und wurde zum fixen Bestandteil der Wiener Literaturszene.

read!!ing room – Subkultur pur

Der kulturelle Nahversorger read!!ing room hat sich seinen subkulturellen Habitus jedoch beibehalten. Die Betreiber*innen, Gabriele Rökl und Thierry Elsen, sind daher ein wenig stolz,  wenn Besucher*innen verblüfft vernehmen, dass der read!!ing room bereits seit 15 Jahren funktioniert. Ein erstauntes „Was? Euch gibt es schon so lange?“ sei eines der schönsten Komplimente, das man bekommen könne und der verlässliche Indikator dafür, dass man noch nicht im Mainstream angekommen sei, so die beiden Organisator*innen weiter.

Dienstagsschreiber*innen

Auch das Programm im Oktober bestätigt diese Haltung. Die Dienstagsschreiber*innen sind mittlerweile eine Institution. Am jeweils zweiten und vierten Dienstag des Monats treffen sich Autor*innen, Newcomer*innen und Literaturbegeisterte zum gemeinsamen Schreiben – ohne  Kursgebühren oder Verpflichtungen. Im Unterschied zu organisierten Schreibwerkstätten oder -Kursen seien die „Dienstagsschreiber*innen“ sehr „offen organisiert“, so Rökl und Elsen. Die Moderation wechselt von Termin zu Termin, ebenso wie die Aufgabenstellungen. Mit Karin Gayer und Doro Pointer lesen am 19. Oktober auch zwei  Autor*innen, die regelmäßig an den Dienstagsschreiber*innen teilnehmen und auch bereits einige Lesungen im read!!ing room absolvierten.

Bildungsbeitrag zur Nationalratswahl

„Tito, die Piaffe und das Einhorn“ sei der read!!ing room „Bildungsbeitrag zur Nationalratswahl“. Im Zentrum von Christian Moser-Sollmanns Roman steht Christian Penk, genannt Tito, der als Politikberater seinen Lebensunterhalt bestreitet und der  „der einzige nur Halbverblödete in diesem Scheißladen“ ist. Kein Wunder, dass die Organisator*innen einer Buchpräsentation noch vor der Nationalratswahl zustimmten.

Vor einiger Zeit riefen Gabriele Rökl und Thierry Elsen den Dienstag zum „read!!ing room-Tag“ aus. Da der 15. Jahrestag just auf den Dienstag fällt kommt es am 31. Oktober zu einem ganz besonderen jour fixe. Ab 18.00 Uhr feiert der read!!ing room Geburtstag und lädt alle Freund*innen, Wegbegleiter*innen und Gäste ein mit zu feiern – mit Open Mic, Buchtausch und allem was dazu gehört. Das read!!ing room Team nimmt schon jetzt Anmeldung entgegen.

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