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Gespräche zwischen ihm und ihr und mir selbst

Mikrokosmos read!!ing room

Dienstag ist read!!ing room-Tag. Dienstag ist aber auch unser Dienstagschreiber*innen-Tag. Irgendwie logisch. So nützten Gabriela Dickie und Burghard Unteregger das Laminat, das die kleine Welt des read!!ing room bedeutet, um Variationen auf „Szenen einer Ehe / Lebenspartnerschaft / Beziehung“ zu präsentieren. Dickie und Unteregger starteten famos und lasen geschliffene Dialoge an denen Loriot seine reine Freude gehabt hätte. Mit einer Abgeklärtheit, die Gleiches sucht, flogen die Neckereien und Frotzeleien hin und her.

Wichtige Dinge des Lebens wurden dabei pointiert und immer im Tonfall der liebevollen Neckerei abgehandelt: Wieso Frauen ihre Männer eigentlich nie zum Einkaufen mitnehmen sollten oder wieso Männer ihre Frauen lieber auf dem Parkplatz warten lassen, wenn sie nur mal schnell in den Baumarkt müssen, wurde ausreichend diskutiert. Dazu gesellte sich ein Aphorismus-Duell, das mit hoher Wahrscheinlichkeit, auf eine der letzten Sessions der Dienstagsschreiber*innen zurück zu führen ist. Ein nette Sammlung von ausgewählten Aphorismen rundete die Lesung ab.

Sherlock Holmes – weiblich und zu dritt

Herbert Weiner hatte sich Großes vorgenommen. Nicht nur, dass er nach „Elementary“ und Co. erneut eine rundum erneuerte Version (ja die Wortwiederholung ist beabsichtigt) von Sir Conan Doyles Klassiker anstrebte, sondern er brachte das ganze auch noch als eine Art Hörspiel. Abgesehen von der inhaltlichen Herausforderung, gab es auch eine technische. Herbert Weiner hatte die Geräusche, die in seinem Text vorkamen als Playlist auf seinem Handy gespeichert und spielte diese während der eigenen Lesung bei den entsprechenden Textstellen ab. Und das Inventar war umfangreich: Vogelgezwitscher, Sirenengeheul, Wasser, Straßenlärm… Eine Herausforderung.

Inhaltlich bot die Variante von Weiners Sherlock Holmes viel Kurioses. Kenner*innen des weinerschen Universums waren nicht verwundert als der Bösewicht die Figur „Q“ aus „Star Trek – Next Generation“ war, dass eine Katze namens Schrödinger entführt werden sollte und dass Sherlock Holmes und Watson beide eine „die“ sind – also weibliche Figuren. Eine Erpressung bei der es um eine Lösegeld von 190 Euro und der Auflösung des Bausparvertrags ging, waren die weiteren Zutaten für einen inhaltlich sehr skurrilen Text.

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