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Falco, Matzleinsdorf und ein Hochhaus

die kult.tour „Das alte und neue Matzleinsdorf“ in einem vollkommen neuen Gewand

Der Winter beschloss Ende Februar 2018 sich doch noch die Ehre zu geben und so fand die kult.tour „Das neue und alte Matzleinsdorf“ bei klirrender Kälte statt. Im Vorfeld wurde unsere älteste Tour  generalsaniert, was sich bei der Witterung durchaus bezahlt machen sollte. Da viele historische Baudenkmäler und Gebäude in Margareten verschwunden sind oder noch immer verschwinden (die ehemalige Prothesenwerkstatt in der Geigergasse musste einem Wohnhaus weichen), beschloss das read!!ing room den ersten Teil der Tour als Vortrag mit Fotos, Hör- und Textbeispielen zu bestreiten. Dies hatte den Vorteil, dass die Besucher*innen auch visuell das alte Matzleinsdorf „zu sehen“ bekamen. Ferner war es etwas einfacher sich die alten Schauplätze vorzustellen. Last but not least wurde die Tour dadurch kürzer, was bei den herrschenden Temperaturen durchaus willkommen war.

Matzleinsdorf und die Musik

Ein eigenes Kapitel bildete „Matzleinsdorf und die Musik“. Zu Ehren von Falco, dessen Todestag sich Anfang Februar zum 20. Mal jährte, wurde auf die kurze Karriere von Johann Hölzl im Rainer-Gymnasium verwiesen. Das ehemalige Wunderkind Erich Wolfgang Korngold besuchte dieselbe Schule. Auch Heinrich Strecker kam zu kritischen Ehren. Der Komponist von Wienerlied-Klassikern wie „Drunt‘ in der Lobau“ oder „Oh du mein Matzleinsdorf“ war Mitglied der illegalen nationalsozialistischen Partei und dem Einvernehmen profitierte er 1938 von der Arisierungen einiger Musikverlage.

Der Matzleinsdorfer Platz – eine spannende Geschichte

Der Matzleinsdorfer Platz ist nicht nur einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Wiens, sondern seit über 60 Jahren eine Baustelle. Genau genommen ist der Bahnhof Matzleinsdorf ein Sinnbild für einige Entwicklungen in der Stadt Wien – teilweise notwendiges Übel, permanentes Provisorium und doch mit einem ganz eigenen Reiz ausgestattet (wenn man oben steht). Mehrere Bauphasen (Untertunnelung, USTRABA, Stationsumgestaltung und aktuell U-Bahn) prägen den Platz ebenso sehr wie die permanentes Staus. Es bleibt zu hoffen, dass mit dem Abschluss der aktuellen Bauarbeiten der Bahnhof und der Platz sein definitives Aussehen erhalten wird. Wir werden hoffentlich auch 2026 noch berichten.

 

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