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Buchpräsentation: Die Dringlichkeit der Dinge

Markus Grundtner las vor fünf Jahren zum ersten Mal im read!!ing room. Seine damalige Impulslesung unter dem Titel “Feuerabend” beschäftigte sich humorvoll mit den Eigenarten des Kanzleialltags, die der Autor und Jurist aus praktischer Anschauung kennt.

Erster Roman 2022

Im März 2022 erschien Markus Grundtners Roman “Die Dringlichkeit der Dinge”, der in Wien und in Triest spielt. Bei der Buchpräsentation im read!!ing room (15. Juli 2022) las Grundtner drei Passagen aus dem Buch. Die erste Passage behandelte die Begegnung der Protagonist*innen am Margartenplatz im fünften Bezirk. Die zweite Textpassage spielte in Triest und der dritte Auszug beschäftigte sich mit der “Denke” eines Juristen.

Juristischer Liebesroman oder liebevoller Juristenroman?

Im Zentrum des Geschehens steht Mathias Gandt, ein junger Jurist, der sehr wohl den Unterschied zwischen einem einfachen und einem doppelten Windsorknoten kennt. Gandt verliebt sich in die Triestinerin Klaudia Antonini, die zehn Jahre älter ist als er und als Lehrerin für Italienisch und Latein in Wien arbeitet. Nicht zuletzt spielt der große Erneuerer des italienischen Romans, Italo Svevo, der selbst aus Triest stammte, eine gewisse Rolle – oder besser gesagt, sein Roman “Zenos Gewissen”.

Markus Grundtner Foto read!!ing room

Interessante Diskussion um Autofiktion versus Autobiografie

In einer lebhaften Diskussion erzählte Markus Grundtner über seine Lesung in Triest, aber auch über die permanenten Ratespielchen seiner Leser*innen, was denn nun “echt” und was nun “erfunden” sei. Die Tatsache, dass der Autor einmal in Wien-Margareten lebte, spielt an und für sich keine Rolle für das Verständnis des Romans. Dennoch scheinen gerade Fragen wie diese, viele Leser*innen zu interessieren. Die alte Diskussion wie viel Dichtung und wieviel Wahrheit – oder Wahrscheinlichkeit – in einem solchen Werk zu finden sind, scheint auch anno 2022 nicht abzureißen.

Oder wie würde Italo Svevo sagen: „Die Jahre, die ich nicht per Tagebuch oder sonst wie schriftlich festgehalten habe, gibt es gar nicht, habe ich gar nicht gelebt.“ Auch so kann man das sehen!


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