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Der Sinn des Wartens

Ninoslav Marinkovic las am Vorabend des Valentinstags die Erzählung „Der Sinn des Wartens“. Die Geschichte – ursprünglich in serbokroatischer Sprache geschrieben und vom Autor selbst übersetzt – spielt an einem Nachmittag in einer Wohnung und handelt von einer Zufallsbekanntschaft zweischen zwei Männern. Der Erzähler schüttet seinem Zuhörer (und natürlich dem Publikum) sein Herz aus und berichtet von seiner großen Liebe, der Konkurrenz von zwei Männern, die Unmöglichkeit von Dreierbeziehungen und jener ganz speziellen Form der Einsamkeit, die man – auch in einer Ehe erleben kann. Kurzum: „Der Sinn des Wartens“ ist auch eine Liebesgeschichte, mit viel Gefühl ohne jedoch larmoyant und rührselig zu werden.

Der Erzählton des Autors ist erfrischend „klassisch“. Als Vorbild nannte Marinkovic William Somerset Maugham. Der Autor legt sich die Latte selbst hoch; dabei betonte Ninoslav Marinkovic dass seine Texte bewusst „nicht modern“ seien. Und tatsächlich: Der Erzählton klingt nach einer fernen Zeit, nach der klassischen Moderne und ist doch in der Art der Erzählung und der gewählten Motive sehr modern und zeitnah.Fazit:  Ein feiner Erzähler mit einem authentischen Vortrag zog seine Zuschauerinnen und Zuschauer ganz in seinen Bann.

Ninaslav Marinkovic wurde in Osijek geboren und kam 1991 nach Wien. Der sympatische Autor veröffentlichte seine Bücher in Kroatien. Er lebt in Wien als Lehrer in Volkssschulen und in der Erwachsenenbildung.

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