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Wiener Puppenspieler trifft auf amerikanischen Literatur-Klassiker

Nachdem man im Moment ein wenig das Gefühl bekommen könnte, dass alle Branchen und Bereiche des Lebens – außer jenen der Kunst und Kultur – langsam sicher wieder aus dem COVID-19-Schlaf aufwachen dürfen, bleibt uns nichts anderes übrig als unter den aktuellen Gegebenheiten weiter zu arbeiten. Unser Bücherfundus ist soweit katalogisiert und zählt weit über 2000 Titel, unsere Dienstagsschreiber*innen treffen sich ebenfalls virtuell und wir konnten bereits unsere erste Kult.tour am 1. Mai absolvieren. Nun wollen wir unsere Lesungen in Form von Videolesungen weiterführten. Wir beginnen mit Texten von Mark Twain…

Warum Mark Twain?

Nun es gibt einen einfachen Grund: Sein Geburtstag jährt sich 2020 zum 185. Mal und sein Todestag zum 110 Mal. Viel wichtiger, ist jedoch, dass viele von uns mit den Geschichten rund um Huck Finn und Tom Sawyer aufgewachsen sind. Mir ging es auf jeden Fall so… Außerdem wüten derzeit in den USA ein Virus und ein Präsident gleichermaßen und man muss sich fragen, wer von beiden das schlimmere Übel ist… Da geziemt es sich doch mindestens ein wenig Anteilnahme zu zeigen, indem man einem der ganz großen der amerikanischen Literatur die Reverenz erweist.

Last but not least war Mark Twain öfters in Europa und sogar in Wien zu Besuch. Zudem sind die Kurzgeschichten und Essays aus Mark Twains „Skizzenbuch“ einem breiteren Publikum unbekannt … Weitaus weniger bekannt – obwohl viele Aphorismen und Bon Mots
von Mark Twain – durch das Internet geistern. Twain zeigt in diesen Texten, dass er nicht nur ein tiefgründiger Beobachter seines Umfeldes war, sondern auch durchaus eine bisweilen satirische Seite hatte.

Nicht zuletzt passen die Texte sehr gut zur aktuellen Situation. Am 02. Mai durften die Friseur*innen und Barbier*innen in Wien wieder öffnen. Auch das Kurieren eines Schnupfens wird ein Thema sein.

Es ist eine der Aufgaben des read!!ing room Verschollenes sichtbar zu machen – ob in unseren Kult.touren oder auch über Lesungen.

Wiener Puppenspieler trifft auf amerikanischen Klassiker

Wir sind sehr froh, dass wir Sven Stäcker für die Lesung gewinnen konnten. Der Puppenspieler, Regisseur und Theatermann hat schon einige Lesungen im read!!ing room bestritten. Mehr Infos zu Sven Stäcker unter: https://www.trauminsel.org/sven-stäcker/

Und nun viel Vergnügen!


Meine Uhr

Meine Uhr ist die erste Geschichte im Band. Es ist fast so als hätte Mark Twain die deutschen Sprichwörter „Handwerk hat stets goldenen Boten“ und „Viele Köche verderben den Brei“ miteinander gemischt…

Einiges über Barbiere

Auch in diesem Text wendet sich Mark Twain einer weiteren Handwerkszunft zu. Die Barbiere erleben ja gerade eine Renaissance, nicht nur durch die Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen, sondern auch weil Hipster mit ihren Bärten der Pflege bedürfen… Aber gemach! Wer zum Barbier geht, sollte Zeit mitnehmen.

„Schonend beigebracht“

Herr Pauls erster Auftritt. Er liest den sehr kurzen, aber durchaus pädagogischen Text „Schonend beigebracht“. Für alle, die glauben, dass es keinen eleganten Weg gibt eine schlechte Nachricht zu überbringen, bieten Herr Paul und Mark Twain eine Alternative…

Veröffentlicht in Veranstaltungen

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