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„Summa in da Stadt“ geht in die Zielgerade

Der meteorologische Herbst beginnt zwar bereits am 01. September: er scheint sich jedoch temperaturtechnisch noch nicht so wirklich einzustellen. Für den read!!ing room endet das Festival „Summa in da Stadt“ auf jeden Fall mit Ende August. Grund genug für ein paar tolle Veranstaltungen

Fantastische Nacht

Am 24. August las Franz Mayer in Vertretung von Carina Nekolny. Er präsentierte Nekolnys neuen Roman, der den Arbeitstitel „Fantastische Nacht“ trägt. Franz Mayer, der bereits mehrmals im read!!ing room auftrat („Kunstkolchose ahoj“) las etwas mehr als eine halbe Stunde. Er nutzte die Gelegenheit, die Protagonistin aus Carina Nekolnys neuem Werk vorzustellen: Poldi Beranek, eine gutbürgerliche Wienerin, lebt ihr Leben in Monologen und Zwigesprächen. Poldi ist über 80. Die meisten ihrer Nächsten haben das zeitliche bereits gesegnet. Dennoch sind Hedi, Poldi sehr präsent in ihren Erinnerungen. Der Zivildiener Valentin ist einer der wenigen Fixpunkte der älteren Dame, die seit 70 Jahren in derselben Wohnung auf der Wiener Landstraße, wohnt.

Tabuthema Alter

Auch wenn in den letzten Jahren das Thema Alter zusehends in Film und Literatur bearbeitet wurde, handelt es sich nach wie vor um ein delikates Thema, über das man nur sehr wenig spricht. Bestimmte Themen wie Sexualität im Alter – vor allem weibliche Sexualität – werden weitgehend tabuisiert. Nekolny griff in „Fantastische Nacht“ das Thema Alter in den verschiedensten Facetten auf und schuf mit Poldi Beranek eine Figur des alten Wiens mit einer eigenen Sicht auf das aktuelle Umfeld. Darüber hinaus ist Poldi Beranek eine sehr (be)greifbare Figur mit einem hohen Identifizierungspotenzial für viele Leser*innen. Dies bewiesen vor allem die Gespräche nach der Lesung.

China und Hochzeitsfotos

Am 25. August präsentierten Lucia Kainzbauer und Stephan Rökl Fotos aus China. In einem sehr gut strukturierten Vortrag, ging es weniger um das Wikipedia-Wissen rund um eine der beliebtesten Hochzeits-und Urlaubsstätten in China, sondern vielmehr um die Eigenheiten der VR China im Jahr 2017. Die VR China die meistens nur in Form von Wirtschafts- und/oder Katastrophennachrichten in den Köpfen vieler Europäer*innen präsent ist, bedeutet für uns Europäer eine Herausforderung. Kainzbauer und Rökl berichteten von Trinkritualen, Abrisshäusern. Hochzeitspaaren und allumfassender Kameraüberwachung. Sie räumten dabei mit einigen Klischees auf oder zeigten, dass die Sicht von China auf Europa eine ganz eigene ist.

Jüdisches Margareten

Am 27. August begehen wir die letzte Veranstaltung von „Summa in da Stadt 2017“, das auch heuer wieder vom Bezirk Margareten unterstützt wurde. Das read!!ing room Team organisiert einen Spaziergang in das „jüdische Margareten“ und legt somit eine weitere historische Facette von Margareten  offen.

Veröffentlicht in Allgemein

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