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Impulslesung III: Sigrid Francesca Beckenbauer. Lebenswelten – Weltenleben

Im Anschluss an den äußerst gemütlichen Buchtausch, präsentierte Sigrid Francesca Beckenbauer in der dritten Impulslesung eigene Gedichte. Begleitet wurde sie von Bernadette Zeiligner, einer wahren Artistin auf der Blockflöte. Der Grundgedanke von Beckenbauers lyrischen Versuchen ist bestechend: Feld- Wiesen- und Gemüsemetaphern sollten den Ausgangspunkt für eine lyrische Reise darstellen. „Der Apfelkern des Lebens“, „der blau-grüne Mohn“, allerlei Wurzelgemüse („Wurzeln“) und „Blunznradln“ bildeten den Ausganspunkt für eine Reise von der äußeren in die innere Lebenswelt der lyrischen Ichs. Ein vielversprechender Ansatz, der von Bernadette Zeilinger, die für die angekündigte Angelina Ertel  einsprang (DANKE!), kongenial auf der Blockflöte durch eine unglaubliche Fülle an Tönen und Spielweisen umgesetzt wurde. Im kleinen read!!ing room hörte man das Rauschen des Windes, das Murmeln des Baches, das Knistern von trocknen Ästen, Gurgeln, Zirpen, Zischen.  Die angenehme Stimme der Autorin zusammen mit dem Spiel der Blockflöte ergaben eine schöne Mischung, die bisweilen an ein Hörspiel erinnerte.

Ein steiniger Weg

Man muss Sigrid Beckenbauer zugute halten, dass sie im Jahr 2016 den Mut findet, die gebundene Form mit Paar-Reimen und Anaphern zu wählen. Auch wählte sie den einen oder anderen Abstecher ins Dialektgedicht, was an und für sich gut zu den oben beschriebenen Metaphern und Themen passt. Die Impulslesung war Dank der musikalischen Untermalung ein guter Start für eine Reise in die „Lebenswelten“ und das Welten(er)leben von Sigrid Francesca Beckenbauer. Der Weg, den sie nahm, ist jedoch steinig, holprig und lang.


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