Kriminalistische Zeitreise durch Mariahilf und Margareten trifft auf Erinnerungskultur
Der read!!ing room steht im Herbst 2026 ganz im Zeichen von Geschichte, Erinnerung und Stadtkultur. Wir laden dazu ein Margareten aus neuen Perspektiven kennenzulernen: als Schauplatz eines historischen Kriminalromans, als Erinnerungslandschaft und als Ort an dem die Novemberpogrome stattfanden.
🔎 Auftakt am 5. September 2026:
krimi.kult.tour: Mord in der Mariahilfer Straße
Samstag, 5. September 2026 | 14:00 Uhr
Treffpunkt: Platz vor der Mariahilfer Kirche (Barnabitenkirche/Haydnkirche)
Wien im Jahr 1932: Im traditionsreichen Kaufhaus Herzmansky häufen sich Diebstähle. Als schließlich auch rätselhafte Todesfälle auftreten, beginnt Oberinspektor Mitschek zu ermitteln. Seine Nachforschungen führen ihn in eine Welt aus Pelzschmuggel, politischen Intrigen und dubiosen Geschäften, die bis nach Triest reichen.
Autor Beppo Beyerl begibt sich gemeinsam mit dem read!!ing room auf Spurensuche entlang der historischen Schauplätze des Romans. Der Rundgang führt vom ehemaligen Kaufhaus Herzmansky bis zum Margaretenplatz und verbindet kriminalistische Spannung mit Stadtgeschichte.
Beppo Beyerl erzählt aus seinem Roman und verweist auf die historischen Recherchen während der read!!ing room historische Bezüge und Hintergründe ergänzt. Entstanden ist eine besondere Mischung aus Literatur, Zeitgeschichte und Stadtspaziergang.
Anmeldung erforderlich: https://readingroom.at/reservierung/

📍 Geplant für Oktober:
Erinnern, ehren, entfernen oder kontextualisieren? Erinnerungskultur in Margareten
Ein Park auf einem ehemaligen Friedhof. Die Erinnerungstafeln an eine zerstörte Synagoge. Straßennamen, Gedenktafeln und Denkmäler, die uns täglich begegnen, ohne dass wir ihre Geschichte kennen. Straßenschilder, die wir täglich sehen ohne die Namensgeber:innen zu kennen?
Dieser neue Vortrag des read!!ing room widmet sich den vielfältigen Formen öffentlicher Erinnerung in Margareten. Ausgangspunkt ist die Frage, wie Geschichte im Stadtraum sichtbar wird und welche Personen und Ereignisse wir heute durch Straßennamen, Denkmäler und Gedenktafeln ehren. Die Frage ist auch, welche Ehrungen nicht vorgenommen werden, wieso eine Umbenennung einer Verkehrsfläche gar nicht so einfach ist und warum Straßennamen auch immer politisch sind…
Der visuelle Rundgang führt als Vortrag vom Waldmüllerpark, über die ehemalige Synagoge in der Siebenbrunnengasse zu Orten, an denen erinnert, vergessen, umgedeutet oder kontrovers diskutiert wird. Gemeinsam sprechen wir über historische Verantwortung, problematische Ehrungen und neue Wege des Erinnerns.
Statt einfacher Antworten auf aktuelle Debatten um Umbenennungen und Denkmäler möchten wir den Blick auf historische Zusammenhänge schärfen und unterschiedliche Formen kritischer Erinnerungskultur vorstellen.
Der genaue Termin wird in Kürze bekanntgegeben. Die Veranstaltung soll im Oktober stattfinden.

Erinnern heißt hinschauen – die Novemberpogrome
Bereits in den vergangenen Jahren haben sich unsere kult.touren intensiv mit der Geschichte Margaretens beschäftigt. Besonders bewegend war die Führung „Jüdisches Margareten – Novemberpogrome“, die die Verfolgung und Enteignung der jüdischen Bevölkerung des Bezirks thematisierte.
Die „Steine der Erinnerung“, die zerstörte Synagoge in der Siebenbrunnengasse, die Geschichte der sogenannten „wilden Arisierungen“ sowie die Berichte des leider heuer im April verstorbenen Zeitzeugen Leo Graf zeigen eindringlich, wie eng lokale Geschichte und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verbunden sind.
Diese Thematik setzen wir eingehend rund um den 9. November fort. Ein genauer Termin wird noch bekannt gegeben.
Ob Kriminalfall, Stadtgeschichte oder Erinnerungskultur: Der Herbst bietet viele Gelegenheiten, Wien aus ungewohnten Perspektiven kennenzulernen. Seien Sie dabei!
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
read!!ing room – Raum für Alltagskultur
www.readingroom.at

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